Der
Mensch hat eine Empfindungstemperatur, die sich
hauptsächlich durch die Lufttemperatur und der umgebenden
Bauteile – bzw. Oberflächentemperatur einstellt.
Bei
einer Außentemperatur von –10 °C und einem ungenügenden
Wärmeschutz der Außenwände stellt sich eine Oberflächentemperatur
der Wandinnenseite von ca. 12 °C ein. Diese Oberflächentemperatur
und der Raumlufttemperatur von 21 °C führen nicht zum
Einstellen einer Wohnbehaglichkeit.
Wenn
die Oberflächentemperaturen der umschließenden Bauteile
hoch
( > + 18 °C bei einer guten Wärmedämmung)
sind, dann empfindet der Mensch auch niedrige Raumtemperaturen
als behaglich. Damit ist nicht die Raumtemperatur sondern die
Oberflächentemperatur der umschließenden Bauteile
für die Wohnbehaglichkeit verantwortlich.

Beispiel:
Eine ungedämmte Wand hat ein Absinken der Oberflächentemperatur
auf ca. 17 °C zur Folge, um Wohnbehaglichkeit zu „erzeugen“ wird
intuitiv die Raumluft auf ca. 20 °C erwärmt. Die gleiche
Wand hat im gedämmten Zustand eine Wandoberflächentemperatur
von 21 °, die Raumluft braucht nur bis 17 °C erwärmt
werden um die gleiche Wohnbehaglichkeit wie im Fall der ungedämmten
Wand zu erreichen. Da jedes Grad Raumlufterwärmung 2 – 3
% Energiebedarf mehr erfordert, wird das Gebäude mit der gedämmten
Wand ca. 10 % weniger Energie für das Aufheizen der Raumluft
benötigen.
Links
zum Thema "Aussenwanddämmung":
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